Onlineschule erstellen: Schritt für Schritt von der Idee zum Start

Frau legt leere Karten in Spalten auf einem weißen Tisch aus, um eine Onlineschule zu planen, daneben Laptop und Notizbuch

Eine Onlineschule ist ein Geschäft, das bezahlte Kurse online anbietet: Lektionen, Zugang, Zahlungen und Betreuung laufen auf einer Plattform. Um sie von null zu erstellen, wählen Sie eine Nische und prüfen die Nachfrage, bauen einen ersten Kurs, wählen eine Plattform, richten einen Verkaufsweg ein und starten mit einer ersten Gruppe. Danach verbessern Sie die Schule nach dem Verhalten der Teilnehmer.

Das Wichtigste

  • Beginnen Sie mit einem Problem Ihrer Zielgruppe und prüfen Sie die Nachfrage, bevor Sie Lektionen aufnehmen.
  • Legen Sie zuerst das Format fest: aufgezeichneter Kurs, feste Gruppe, Mentoring oder eine Mischung.
  • Die Plattform sollte Lektionen, Zahlungen, Zugang und Fortschritt ohne Programmierung abdecken.
  • Rechnen Sie Ihren Funnel mit eigenen Zahlen, nicht mit fremden Richtwerten.
  • Starten Sie mit einer kleinen ersten Gruppe und überarbeiten Sie den Kurs nach ihrem Feedback.

Wie wählt man eine Nische und prüft die Nachfrage?

Eine gute Nische liegt dort, wo Ihre praktische Erfahrung auf ein konkretes Problem einer Zielgruppe trifft, für dessen Lösung Menschen schon heute bezahlen. Der häufigste Anfängerfehler ist, mit dem Aufnehmen von Lektionen zu beginnen. Die Reihenfolge, die funktioniert, ist umgekehrt: Erst finden Sie Menschen mit einem Problem, dann bieten Sie Lernen als Lösung an.

Prüfen Sie drei Dinge:

  • Fachwissen. Schreiben Sie die Themen auf, in denen Sie praktische Ergebnisse haben, nicht nur Zertifikate. Teilnehmer kaufen konkrete Ergebnisse wie „ein Vertriebsteam von null aufgebaut“, keine Liste von Abschlüssen.
  • Nachfrage. Sehen Sie sich Suchvorschläge und Keyword-Tools für Anfragen wie „Kurs [Thema]“, „[Fähigkeit] lernen“ und „wie [Ergebnis]“ an. Das Suchinteresse zeigt, dass sich Menschen für das Thema interessieren. Dass sie dafür bezahlen, beweist es nicht.
  • Zahlungsbereitschaft. Suchen Sie bezahlte Angebote in Ihrer Nische und schauen Sie sich Programme, Bewertungen und Bedingungen an. Ein ähnlicher Kurs am Markt heißt nicht, dass Menschen Ihren kaufen. Testen Sie deshalb Ihr eigenes Angebot.

Wie Sie die Nachfrage schnell testen

  1. Beschreiben Sie den Kurs auf einer einfachen Landingpage oder in einem Beitrag: das Problem, das Ergebnis und den Preis.
  2. Zeigen Sie ihn den richtigen Menschen, mit einem kleinen Werbetest oder ein paar Beiträgen in Communities, in denen sich Ihre Zielgruppe schon austauscht.
  3. Sammeln Sie Vorbestellungen oder Anmeldungen für ein kostenloses Webinar.
  4. Prüfen Sie, woher die Interessenten kamen und was sie gefragt haben, und vergleichen Sie die Resonanz mit den Kosten des Tests.

Ist die Resonanz schwach, prüfen Sie zuerst die Reichweite und die Klarheit des Angebots, bevor Sie die Nische aufgeben.

Mit welchem Format sollte eine Onlineschule starten?

Starten Sie mit dem Format, das dazu passt, wie viel Ihrer Zeit jeder Teilnehmer braucht und wie Ihre Zielgruppe lieber lernt.

FormatWann es passtWas Sie planen
Aufgezeichneter VideokursTeilnehmer lernen im eigenen TempoWie Sie Lektionen aktualisieren und Fragen beantworten
Kurs mit fester GruppeTeilnehmer brauchen einen gemeinsamen Zeitplan, Fristen und FeedbackGruppengröße und Preis nach Ihrer Betreuungskapazität
Mentoring oder CoachingTeilnehmer brauchen individuelles Feedback zu eigenen ZielenEinzel- oder Gruppentermine innerhalb der Zeit des Mentors
MicrolearningDer Stoff lässt sich in kurze Lektionen mit je einer praktischen Aufgabe teilenZugang vom Smartphone, kurze Übungen
Gemischtes FormatAufgezeichnete Lektionen wirken besser mit Live-FragerundenTerminplan und Umfang der Betreuung

Egal welches Format: Bauen Sie den Kurs als Weg vom Problem zum Ergebnis. Das erste Modul zeigt, wo die Teilnehmer stehen und was sie am Ende können werden. Die mittleren Module bauen die Fähigkeit auf, jedes endet mit einer praktischen Aufgabe, und das letzte Modul ist ein echtes Projekt mit Feedback. Halten Sie die erste Version kompakt und ergänzen Sie nur, was wirklich fehlt.

Wie erstellt man die Inhalte für den ersten Kurs?

Nehmen Sie die ersten Lektionen mit der Ausrüstung auf, die Sie schon haben, prüfen Sie sie mit ein paar Teilnehmern und kaufen Sie erst dort nach, wo die Qualität das Lernen stört. Ein aktuelles Smartphone, ein Ansteck- oder USB-Mikrofon und gleichmäßiges Licht auf dem Gesicht reichen für Videos, in denen Sie in die Kamera sprechen. Für Bildschirmaufnahmen genügt jedes Programm zur Bildschirmaufzeichnung. Machen Sie zuerst eine Probeaufnahme und prüfen Sie Ton, Licht und die Lesbarkeit des Bildschirms.

Wählen Sie das Lektionsformat nach der Aufgabe: Sprechervideo mit Folien für Erklärungen, Bildschirmaufnahme für technische Themen, einfache Animation für komplexe Ideen. Teilen Sie lange Themen in kurze Lektionen und ergänzen Sie Arbeitsblätter, Checklisten und Tests, mit denen die Teilnehmer üben. Lektionsarten und Wissensabfragen im Detail finden Sie in der Anleitung Online-Kurs erstellen.

Worauf sollten Sie bei einer Plattform für die Onlineschule achten?

Eine Plattform für die Onlineschule, auch LMS genannt, sollte Ihre Lektionen hosten, den Zugang nach der Zahlung freischalten und den Fortschritt jedes Teilnehmers zeigen, ohne dass Sie programmieren müssen. Vergleichen Sie Plattformen nach diesen Punkten:

  1. Teilnehmerlimits. Manche Tarife begrenzen die Zahl aktiver Teilnehmer oder berechnen über einem Limit extra. Dann wächst die Rechnung mit der Schule.
  2. Provision auf Verkäufe. Prüfen Sie, ob zusätzlich zum Abo ein Anteil an jedem Verkauf fällig wird. Die Gebühr des Zahlungsanbieters fällt auf jeder Plattform an.
  3. Zahlungsanbieter. Prüfen Sie, ob der Zahlungsanbieter in dem Land funktioniert, in dem Ihr Unternehmen registriert ist, ob er die Zahlungsarten Ihrer Teilnehmer annimmt und die Währungen unterstützt, die Sie brauchen.
  4. Werkzeuge für die Zielgruppe. Eingebaute E-Mail-Kampagnen, ein CRM und Automatisierungen sparen Handarbeit und zusätzliche Abos.
  5. Seiten ohne Code. Den Kurs und seine Verkaufsseite sollten Sie selbst bauen können.

Die vollständige Liste der Kriterien finden Sie in der Checkliste LMS auswählen. Wenn Sie noch zwischen sozialen Netzwerken, einem Marktplatz, einer eigenen Website und einer Plattform schwanken, beginnen Sie mit dem Überblick über Online-Kurs-Plattformen.

Wie baut man einen Verkaufs-Funnel und legt den Preis fest?

Ein Verkaufs-Funnel ist der Weg vom ersten Kontakt eines Menschen mit Ihrer Schule bis zum Kauf, und er zeigt, wo die Menschen abspringen. Ein einfacher Funnel hat fünf Stufen: Besucher aus sozialen Netzwerken, einem Blog oder Werbung; ein Interessent, der für ein kostenloses Webinar oder eine Checkliste seinen Kontakt hinterlässt; eine kurze E-Mail-Serie; der Kauf; und der Folgekauf des nächsten Kurses.

Rechnen Sie den Funnel mit Ihren eigenen Zahlen, nicht mit fremden Richtwerten. Notieren Sie für denselben Zeitraum Klicks auf Anzeigen oder Seitenbesucher, Anmeldungen, Personen, die am Webinar teilgenommen oder die E-Mails geöffnet haben, und Käufer. Teilen Sie jede Zahl durch die vorherige, dann sehen Sie die Konversion jeder Stufe. Vergleichen Sie danach den Umsatz mit allen Kosten: Werbung, Rückerstattungen, Gebühren des Zahlungsanbieters, Plattform, Produktion und Arbeit des Teams. Beginnen Sie mit der Verbesserung bei der Stufe mit dem größten Verlust.

Wählen Sie ein Preismodell, das zum Format passt:

  • Einmalzahlung für einen Kurs mit festem Programm. Nennen Sie die Zugangsdauer und die enthaltene Betreuung.
  • Abo für eine Kursbibliothek oder laufende Betreuung. Beobachten Sie Verlängerungen und Kündigungen.
  • Stufen für unterschiedlich viel Unterstützung, zum Beispiel nur Lektionen, Lektionen mit korrigierten Aufgaben und Lektionen mit Mentoring.

Testen Sie den Preis zusammen mit dem Angebot und mit dem, was Sie die Durchführung kostet. Kanäle und Folgeverkäufe beschreibt der Leitfaden Online-Kurs verkaufen.

Onlineschule erstellen: Schritt für Schritt

  1. Wählen Sie eine Nische und schreiben Sie das Problem Ihrer Zielgruppe in einem Satz auf.
  2. Testen Sie die Nachfrage mit einem kurzen Angebot, das echte Menschen sehen.
  3. Legen Sie das Format fest und planen Sie die Kursstruktur.
  4. Nehmen Sie die ersten Lektionen auf und bereiten Sie Übungsmaterial vor.
  5. Richten Sie die Plattform ein: Kurs, Zugangsregeln und Zahlungen.
  6. Bauen Sie eine Verkaufsseite und eine E-Mail-Serie für neue Interessenten.
  7. Starten Sie leise mit einer kleinen ersten Gruppe.
  8. Sammeln Sie Feedback, überarbeiten Sie die schwachen Lektionen und planen Sie dann das nächste Produkt.

Gehen Sie vor dem Start die Schule einmal als Teilnehmer durch: registrieren, bezahlen, die erste Lektion öffnen und eine Aufgabe einreichen.

Woran erkennen Sie, dass Ihre Onlineschule funktioniert?

Ihre Onlineschule funktioniert, wenn Teilnehmer den Kurs abschließen, ihn weiterempfehlen und für das nächste Produkt zurückkommen. Verfolgen Sie ab der ersten Gruppe ein paar Zahlen:

  • Abschlussquote: der Anteil der Teilnehmer, die Ihre Abschlusskriterien erfüllt haben, unter denen, die genug Zeit dafür hatten.
  • Abbruchstellen: die Lektionen, an denen Teilnehmer aufhören und die überarbeitet werden müssen.
  • NPS: Fragen Sie auf einer Skala von 0 bis 10, wie wahrscheinlich ein Teilnehmer den Kurs weiterempfiehlt, und ziehen Sie den Anteil der Antworten 0 bis 6 vom Anteil der Antworten 9 und 10 ab (NPS-Methode).
  • Folgekäufe: wie viele Absolventen den nächsten Kurs oder ein Betreuungspaket kaufen.

Drei Fehler drücken diese Zahlen früh. Der Kurs wird monatelang poliert, bevor ihn jemand sieht. Das Thema ist so breit, dass sich niemand angesprochen fühlt. Und es gibt keine E-Mail-Liste, also beginnt jeder Start bei null.

Wie erstellen Sie eine Onlineschule in Softbook?

Softbook ist eine Plattform für Onlineschulen: Kurse, Verkauf, CRM, E-Mail-Kampagnen und ein Website-Baukasten an einem Ort. Sie können unbegrenzt viele Teilnehmer hinzufügen, und die Plattform nimmt keine Provision auf Ihre Verkäufe. Für eine neue Schule heißt das: Kurs, Verkaufsseite, Zahlungen und Kommunikation mit den Teilnehmern liegen in einem Konto. So arbeitet die Online-Kurs-Plattform für Onlineschulen, Schritt für Schritt.

  1. Legen Sie die Schule an. Nach der Registrierung bekommt Ihre Schule eine eigene Adresse auf einer Subdomain von Softbook, und Sie können Ihre eigene Domain verbinden. Der technische Teil geht schnell: 15 Minuten nach der Registrierung kann Ihre Schule mit Kurs und eingeschalteter Zahlungsannahme bereitstehen.
  2. Bauen Sie den ersten Kurs. Eine Lektion kann Video, Text, Audio, Bilder, Dateien und PDFs mit seitenweiser Ansicht enthalten. Ergänzen Sie Tests mit acht Fragetypen und Hausaufgaben. Wenn Sie bei null anfangen, kann die KI aus Thema, Zielgruppe und Zielen einen Entwurf der Kursstruktur und der Lektionen erstellen, den Sie im Editor überarbeiten. Lektionen öffnen sich nacheinander, zu festen Terminen oder nach einem Drip-Zeitplan.
  3. Richten Sie Produkte und Zahlungen ein. Verkaufen Sie einen einzelnen Kurs, ein Paket, ein Abo oder ein kostenloses Produkt, und legen Sie aus einem Kurs mehrere Zugangspläne mit unterschiedlichen Preisen an. Verbinden Sie einen Zahlungsanbieter: Nach der Zahlung bekommt der Teilnehmer Zugang und Login automatisch. Gutscheincodes und zeitlich begrenzte Rabatte helfen Ihnen, den Preis zu testen.
  4. Bauen Sie die Verkaufsseite. Der Website-Baukasten hat ein Produkt-Element mit Bezahlformular direkt auf der Landingpage, und UTM-Parameter aus Ihrer Werbung landen im Auftrag.
  5. Arbeiten Sie mit Interessenten. Interessenten, Deals und Aufträge landen im eingebauten CRM (Vertrieb und CRM), wo nach einer Bestellung oder nach der Zahlung ein Deal entsteht. E-Mail-Kampagnen erreichen Gruppen von Teilnehmern, und Automatisierungen starten bei Ereignissen wie einer bezahlten Bestellung oder einem abgeschlossenen Kurs.
  6. Verfolgen Sie den Fortschritt. Die Analysen zeigen, welche Lektionen Teilnehmer abschließen, wo sie aufhören und bei wem ein Abbruchrisiko besteht. Teilnehmer lernen im Browser oder in der App Softbook LMS für iPhone und Android und erhalten Abschlusszertifikate innerhalb der Plattform Softbook. Die Prüfung per Seriennummer oder QR-Code zeigt, dass das Zertifikat über Softbook im Namen der Schule ausgestellt wurde, die darauf genannt ist.

Eine Einschränkung sollten Sie kennen: Der Website-Baukasten erlaubt kein eigenes CSS und kein eigenes JavaScript. Braucht eine Seite eigenen Code, lassen Sie sie auf Ihrer eigenen Website und nutzen Softbook für Kurs und Zahlungen. Bei Fragen ist Softbook Care rund um die Uhr erreichbar.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Onlineschule zu gründen?

Das hängt davon ab, was Sie schon haben und welche Arbeit Sie selbst übernehmen. Rechnen Sie Ausrüstung, Produktion der Inhalte, das Abo der Plattform, Gebühren des Zahlungsanbieters, Ihr Team und einen Werbetest als einzelne Posten. Die ersten Lektionen lassen sich mit einem Smartphone und einem einfachen Mikrofon aufnehmen. Aufrüsten können Sie später. Aktuelle Preise von Softbook stehen auf der Tarifseite softbook.app/de/pricing.

Wie lange dauert es, eine Onlineschule zu erstellen?

Die meiste Zeit kosten die Inhalte, nicht die Technik. Nische wählen, Nachfrage testen und Lektionen aufnehmen dauert so lange, wie es Ihr vorhandenes Material und die Zeit Ihres Teams erlauben. Der Teil mit der Plattform geht schnell: In Softbook kann Ihre Schule mit Kurs und eingeschalteter Zahlungsannahme 15 Minuten nach der Registrierung bereitstehen.

Kann man eine Onlineschule ohne eigenes Publikum starten?

Ja, aber prüfen Sie die Nachfrage, bevor Sie den ganzen Kurs aufnehmen. Sprechen Sie mit möglichen Teilnehmern, veröffentlichen Sie eine kurze Kursbeschreibung mit Preis und sehen Sie, ob sich Menschen für ein Webinar anmelden oder vorbestellen. Mit einer kleinen ersten Gruppe testen Sie Angebot und Lektionen mit wenig Aufwand. Sammeln Sie vom ersten Tag an E-Mail-Adressen, damit Sie diese Menschen wieder erreichen.

Welche Plattform brauche ich für eine Onlineschule?

Sie brauchen eine Plattform, die Lektionen hostet, den Zugang nach der Zahlung freischaltet und den Fortschritt jedes Teilnehmers zeigt. Vergleichen Sie Teilnehmerlimits, Provisionen auf Verkäufe, die unterstützten Zahlungsanbieter, eingebaute E-Mail- und CRM-Werkzeuge und ob Sie Seiten ohne Code bauen können. Softbook hat das in einem Konto, mit unbegrenzt vielen Teilnehmern und ohne Provision auf Ihre Verkäufe.

Kann ich eine Onlineschule ohne eigenes Fachwissen starten?

Ja, als Produzent. Sie finden einen Experten und übernehmen Aufnahme, Marketing und Verkauf. Halten Sie schriftlich fest, wer was macht, wem die Kursmaterialien gehören, wer welche Kosten trägt und wie der Umsatz geteilt wird. Eine Standardaufteilung für jedes Projekt gibt es nicht. Richten Sie sie nach der Arbeit und dem Risiko, das jede Seite übernimmt.

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