Online-Kurs-Plattformen: Welche Arten es gibt und wie Sie wählen
Eine Online-Kurs-Plattform ist der Dienst, auf dem Ihr Kurs liegt: Sie speichert die Lektionen, gibt Teilnehmern Zugang und zeigt ihren Fortschritt bis zum Ende. Es gibt vier Hauptarten: Social-Media-Gruppen, Kursmarktplätze, die eigene Website und eine spezialisierte Kursplattform (LMS). Welche passt, hängt davon ab, wie Sie verkaufen und unterrichten wollen.
Das Wichtigste
- Social Media hilft, erste Teilnehmer zu finden, verfolgt aber keinen Lernfortschritt.
- Marktplätze bringen Reichweite, behalten meist einen Umsatzanteil und setzen die Regeln.
- Die eigene Website gibt volle Kontrolle, die Technik liegt aber komplett bei Ihnen.
- Eine Kursplattform bündelt Lektionen, Zugänge, Zahlungen und Fortschritt an einem Ort.
- Prüfen Sie vorab Teilnehmerlimits, Zahlungsoptionen, Gebühren und den Aufbau ohne Code.
Was bedeutet es, einen Online-Kurs zu hosten?
Einen Online-Kurs zu hosten heißt, einen Dienst zu wählen, der Ihre Lektionen speichert, den Zugang regelt und festhält, wie weit jeder Teilnehmer gekommen ist. Eine Videodatei allein ist noch kein Kurs. Teilnehmer brauchen eine klare Reihenfolge der Lektionen, eine Möglichkeit zu bezahlen und einen Ort für Fragen und Aufgaben.
Bevor Sie Optionen vergleichen, beantworten Sie drei praktische Fragen. Wie bekommt ein Teilnehmer nach der Zahlung Zugang? Wie nehmen Sie das Geld an? Sehen Sie, wer den Kurs abgeschlossen hat und wo andere aufgehört haben? Die Antworten hängen von Ihren Zielen und Ihrer Zielgruppe ab. Den einen richtigen Ort für jeden Kurs gibt es deshalb nicht.
Welche Arten von Online-Kurs-Plattformen gibt es?
Es gibt vier gängige Orte für einen Online-Kurs: Social Media und Community-Gruppen, Kursmarktplätze, die eigene Website und eine spezialisierte Online-Kurs-Plattform. Jede Variante deckt einen anderen Teil der Arbeit ab. Viele Kursersteller kombinieren zwei davon, zum Beispiel Social Media für die Werbung und eine Plattform für den Unterricht.
1. Social Media und Community-Gruppen
Social Media eignet sich, um Ihren Kurs dort zu zeigen, wo potenzielle Teilnehmer ohnehin Zeit verbringen, und eine erste Gruppe zu sammeln. Sie bewerben den Kurs über Ihr Profil oder Ihre Seite und führen eine geschlossene Gruppe für die Teilnehmer. Für ein kleines Pilotprojekt reicht das oft, wenn Sie vorher festlegen, wo die Lektionen liegen, wohin Aufgaben geschickt werden und wie Feedback kommt.
Die Grenzen zeigen sich, sobald die Gruppe wächst. Es gibt keinen Lernfortschritt, keine Tests, keine Zertifikate und keinen automatischen Zugang nach der Zahlung. Zahlungen und Zugänge verwalten Sie von Hand. Wenn neue Gruppen und Dozenten dazukommen, prüfen Sie, ob Sie den Fortschritt jedes Teilnehmers noch ohne Tabellen sehen. Wenn nicht, ist es Zeit für eine der anderen Optionen.
2. Kursmarktplätze
Ein Kursmarktplatz ist ein Katalog, in dem viele Anbieter Kurse veröffentlichen und Käufer stöbern. Ihr Kurs erreicht ein bestehendes Publikum, das hilft, wenn Sie noch keine eigene Reichweite haben. Im Gegenzug behalten Marktplätze meist einen Anteil an jedem Verkauf, geben Preisregeln vor und begrenzen, wie Ihre Kursseite aussieht.
Auch die Beziehung zum Teilnehmer bleibt oft beim Marktplatz. Eine eigene E-Mail-Liste aufzubauen, Teilnehmer zu einem zweiten Kurs einzuladen oder später woandershin mitzunehmen, wird dadurch schwerer.
3. Die eigene Website
Die eigene Website gibt Ihnen volle Kontrolle über Design, Preise und das Lernerlebnis. Der Preis dafür ist Technik: Teilnehmerkonten, Zahlungen, Zugangsregeln, Updates und die Sicherheit der Website richten Sie selbst ein und pflegen sie, allein oder mit einem Entwickler. Die Kursfunktionen kommen meist aus Plugins, und jedes Plugin bringt eigene Einstellungen und Updates mit.
Diese Option lohnt sich, wenn Sie schon eine Website mit Besuchern haben, ein Team, das sie betreut, und Designwünsche, die eine fertige Plattform nicht erfüllt. Ohne Website wird der Bau einer Seite nur für den Kurs zu einem eigenen Entwicklungsprojekt, noch bevor der erste Teilnehmer eine Lektion öffnet.
4. Eine spezialisierte Online-Kurs-Plattform (LMS)
Eine spezialisierte Plattform, auch Lernmanagementsystem (LMS) genannt, ist für Online-Kurse gebaut. Lektionen, Zugänge, Tests, Fortschritt und Zertifikate funktionieren vom ersten Tag an, ohne Entwicklung. Sie liegt zwischen der Kontrolle einer eigenen Website und der Einfachheit von Social Media. Was ein LMS ist und woraus es besteht, erklärt der Beitrag Was ist ein LMS.
Viele dieser Plattformen bringen auch Verkaufswerkzeuge mit, etwa Checkout-Seiten, Rabatte und E-Mail-Kampagnen. Dann laufen der Kurs und das Geschäft drumherum über ein Konto, und Sie zahlen nicht für jeden Zweck einen eigenen Dienst.
Die vier Optionen im Vergleich
| Option | Passt für | Zahlungen und Zugang | Lernfortschritt | Größter Nachteil |
|---|---|---|---|---|
| Social-Media-Gruppen | Eine Idee mit einer kleinen Gruppe testen | Von Hand | Nicht eingebaut | Alles außer den Beiträgen erledigen Sie selbst |
| Kursmarktplatz | Käufer erreichen, bevor Sie eine eigene Zielgruppe haben | Übernimmt der Marktplatz | Legt der Marktplatz fest | Umsatzanteil und Regeln des Marktplatzes |
| Eigene Website | Teams mit Website, Besuchern und Entwickler | Richten Sie selbst ein, oft mit Plugins | Hängt von den Plugins ab | Laufende Technik und Wartung |
| Online-Kurs-Plattform (LMS) | Kursersteller und Schulen, die eigene Kurse verkaufen | Eingebaut, über Ihren angebundenen Zahlungsanbieter | Eingebaut, pro Teilnehmer und Lektion | Sie arbeiten mit den Funktionen der Plattform |
Wie wählen Sie die richtige Online-Kurs-Plattform?
Achten Sie auf fünf Punkte: Teilnehmerlimits, Zahlungsoptionen, Gebühren auf Verkäufe, Werkzeuge für Ihre Zielgruppe und den Aufbau ohne Code. Zusammen entscheiden sie, was Sie zahlen, wenn die Schule wächst, und wie viel Handarbeit bei Ihnen bleibt.
- Prüfen Sie die Teilnehmerlimits. Manche Plattformen berechnen jeden aktiven Teilnehmer über einer Grenze, die Rechnung wächst also mit Ihrer Schule. Tarife ohne Teilnehmergrenze halten die Kosten planbar.
- Prüfen Sie die Zahlungsoptionen. Die Plattform sollte mit internationalen Zahlungsanbietern arbeiten und nicht nur mit einem einzigen. Wenn Sie über Landesgrenzen hinweg verkaufen, sollen Teilnehmer mit den Karten zahlen können, die sie ohnehin nutzen.
- Rechnen Sie die Gebühren durch. Klären Sie, was zum Abo dazukommt: eine Provision auf jeden Verkauf, Speicher für Videos, E-Mails über einem Limit. Die Gebühr des Zahlungsanbieters fällt auf jeder Plattform an.
- Sehen Sie sich die Werkzeuge für Ihre Zielgruppe an. E-Mail-Kampagnen, ein CRM und Automatisierungen in der Plattform nehmen Ihnen Routine ab und sparen getrennte Abos.
- Testen Sie den Aufbau ohne Code. Kurs und Verkaufsseite sollten Sie selbst zusammenstellen können, ohne Entwickler und ohne Designer.
Wenn Ihre Teilnehmer in verschiedenen Ländern leben, prüfen Sie noch etwas: in welchen Sprachen das Teilnehmerkonto verfügbar ist. Wer die Oberfläche in der eigenen Sprache sieht, fragt seltener, wo er klicken soll. Wie Sie ein LMS auswählen, zeigt die vollständige Checkliste.
Online-Kurs hosten: Schritt für Schritt
Ein Online-Kurs geht in sechs Schritten online: Ergebnis festlegen, Struktur planen, Inhalte vorbereiten, den Kurs auf einer Plattform aufbauen, Zahlungen anbinden und alles aus Sicht eines Teilnehmers testen.
- Legen Sie das Ergebnis fest. Schreiben Sie in einem Satz, was ein Teilnehmer nach dem Kurs können wird.
- Planen Sie die Struktur. Teilen Sie den Weg zu diesem Ergebnis in Module und die Module in kurze Lektionen.
- Bereiten Sie die Inhalte vor: Videos, Texte, Beispiele und Aufgaben zum Üben.
- Bauen Sie den Kurs auf der Plattform auf. Laden Sie die Materialien hoch, bringen Sie die Lektionen in eine Reihenfolge und legen Sie fest, wann welche öffnet.
- Binden Sie Zahlung und Zugang an. Legen Sie den Preis fest, verbinden Sie einen Zahlungsanbieter und stellen Sie sicher, dass sich der Zugang nach der Zahlung automatisch öffnet.
- Testen und starten Sie. Gehen Sie den Kurs als Teilnehmer durch, lösen Sie die Aufgaben und prüfen Sie Reihenfolge, Zahlung und Zugang. Danach öffnen Sie den Kurs für Teilnehmer.
Eine ausführliche Anleitung zu Struktur, Lektionsformaten und Wissenstests finden Sie im Artikel Online-Kurs erstellen. Wenn der Kurs fertig ist, planen Sie, wie Sie Ihren Online-Kurs verkaufen.
Wie hosten Sie einen Online-Kurs in Softbook?
Softbook ist eine Plattform für Onlineschulen: Kurse, Verkauf, CRM, E-Mail-Kampagnen und ein Website-Baukasten an einem Ort. Sie können unbegrenzt viele Teilnehmer hinzufügen, und die Plattform nimmt keine Provision auf Ihre Verkäufe. Für das Hosting heißt das: Lektionen, Zugänge, Zahlungen und Lernfortschritt richten Sie in einem Konto ein, ohne Code. So funktioniert die Online-Kurs-Plattform Schritt für Schritt.
- Legen Sie Ihre Schule und den ersten Kurs an. Nach der Registrierung bekommt Ihre Schule eine eigene Adresse auf einer Softbook-Subdomain, eine eigene Domain können Sie verbinden. Der technische Teil geht schnell: 15 Minuten nach der Registrierung kann Ihre Schule mit Kurs und Zahlungsannahme bereitstehen.
- Füllen Sie die Lektionen. Eine Lektion kann Video, Text, Audio, Bilder, Dateien und PDFs mit seitenweiser Ansicht enthalten. Videos laden Sie auf die Plattform hoch oder binden sie von einem Videodienst ein. Dazu kommen Tests mit acht Fragetypen und Hausaufgaben, auch mit Sprachantworten. Wenn Sie bei null anfangen, entwirft die KI Kursstruktur und Lektionen nach Thema, Zielgruppe und Ziel, und Sie überarbeiten den Entwurf im Editor. Mehr dazu im Kursbaukasten.
- Legen Sie Reihenfolge und Zeitplan fest. Schalten Sie die feste Reihenfolge der Lektionen ein, öffnen Sie Lektionen zu festen Terminen oder als Drip mit Abständen in Minuten, Stunden oder Tagen, und bestimmen Sie, wie lange der Zugang gilt.
- Binden Sie Zahlungen an. Verbinden Sie einen Zahlungsanbieter: Nach der Zahlung erhält der Teilnehmer Zugang und Login-Daten automatisch. Welche Zahlungsanbieter verfügbar sind, steht auf der Seite Integrationen. Verkaufen Sie einen einzelnen Kurs, ein Kurspaket, ein Abo oder ein kostenloses Produkt, und machen Sie aus einem Kurs mehrere Zugangspläne mit unterschiedlichen Preisen.
- Stellen Sie Abschlusszertifikate innerhalb der Plattform aus. Das Zertifikat entsteht aus einer Vorlage mit Name, Kurs, Seriennummer und QR-Code. Jeder kann es online anhand der Seriennummer oder des QR-Codes prüfen. Die Prüfung zeigt, dass das Zertifikat über Softbook im Namen der Schule ausgestellt wurde, die darauf steht.
- Verfolgen Sie den Fortschritt. Die Analysen zeigen, welche Lektionen Teilnehmer abschließen, wo sie aufhören und wer sich länger nicht eingeloggt hat. So verbessern Sie den Kurs anhand von Daten. Lernen können Teilnehmer auch in der mobilen App Softbook LMS für iPhone und Android, und die Plattform gibt es auf Deutsch.
Eine Einschränkung sollten Sie kennen: Der Website-Baukasten erlaubt kein eigenes CSS und kein eigenes JavaScript. Wenn Ihre Kursseiten eigenen Code brauchen, bleiben diese Seiten auf Ihrer Website, und der Kurs selbst läuft in Softbook. Bei Fragen ist Softbook Care rund um die Uhr erreichbar.
Häufige Fragen
Welche Online-Kurs-Plattform ist die beste?
Die eine beste Plattform gibt es nicht, nur die, die zu Ihrem Kurs passt. Vergleichen Sie Teilnehmerlimits, Gebühren auf Verkäufe, Zahlungsoptionen, das Lernerlebnis der Teilnehmer und den Aufbau ohne Code. Social Media und die eigene Website decken jeweils einen Teil der Arbeit ab. Eine spezialisierte Online-Kurs-Plattform (LMS) bündelt Lektionen, Zugänge, Zahlungen und Fortschritt an einem Ort.
Kann man einen Online-Kurs kostenlos hosten?
Ja, kostenlose Wege gibt es, von Social-Media-Gruppen bis zu kostenlosen Tarifen mancher Plattformen. Sie begrenzen meist die Funktionen, zeigen das Branding der Plattform oder behalten einen Anteil am Umsatz. Softbook können Sie 30 Tage kostenlos und ohne Karte testen und in dieser Zeit einen Kurs aufbauen und prüfen. Während der Testphase gelten Testlimits.
Eigene Website oder LMS: Was passt besser für einen Online-Kurs?
Die eigene Website gibt volle Kontrolle über das Design, verlangt aber technisches Wissen und eine eigene Einrichtung von Zugängen, Zahlungen und Sicherheit. Ein LMS nimmt Ihnen das ab: Teilnehmer, Lektionen, Fortschritt und Zertifikate funktionieren sofort. Haben Sie schon eine Website und einen Entwickler, kann sie reichen. Sonst ist ein LMS der einfachere Weg.
Was kostet es, einen Online-Kurs zu hosten?
Die laufenden Kosten sind vor allem das Abo der Plattform und die Gebühr des Zahlungsanbieters auf jede Zahlung. Manche Plattformen berechnen zusätzlich pro Teilnehmer oder nehmen eine Provision auf Verkäufe. Vergleichen Sie deshalb die Gesamtkosten und nicht nur den Tarifpreis. Bei Softbook hängt der Preis nicht von der Zahl der Teilnehmer ab, und die Plattform nimmt keine Provision. Aktuelle Preise stehen auf der Preisseite von Softbook.
Kann ich meinen Online-Kurs an Teilnehmer in anderen Ländern verkaufen?
Ja, wenn Ihre Plattform mit internationalen Zahlungsanbietern arbeitet. Dann zahlen Teilnehmer mit den Karten, die sie ohnehin nutzen. In Softbook verbinden Sie einen Zahlungsanbieter, legen für jedes Produkt den Preis fest, und der Zugang öffnet sich nach der Zahlung automatisch. Steuern berechnet und zahlt die Schule selbst, nach den Regeln ihres Landes.